Ehre, aber verehre nicht einen Menschen (2.Gebot)
Geschrieben von Ahmet am 16. Februar 2006 21:29:
Als Antwort auf: Re: Nicht vergleichbar! geschrieben von Ben am 16. Februar 2006 17:44:
Hallo Ben,
Ben: Ahmet (<- spricht man das eigentlich 'achmet' oder 'aamet' aus?)
Das ist verschieden. Der Name stammt aus dem aramäischen. Schreiben würde man eigentlich "hmt". Man spricht das h aus, wobei man den Vokal weglässt. Also nicht A(ha)-met, sondern Ah-met. Deutsch übersetzt heisst es "Lobenswerter".In anderen Sprachen ändern die Vokale jeweils (z.B. Arabisch oder Türkisch).
Ben: habe mir soeben diese Präsentation angesehen. Irgendwo stand, dass Jesus gesagt haben soll, er wolle nicht angebetet werden, da nur Gott dies zustehe. Wie kannst Du das mit dieser Schriftstelle vereinbaren?
Ich zitiere aus der Bibel:
Matthäus 4,10 Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.
Matthäus 19,16 Und siehe, einer trat herbei und sprach zu ihm: Lehrer, was soll ich Gutes tun, damit ich ewiges Leben habe? 19,17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich über das Gute? Einer ist der Gute. Wenn du aber ins Leben eingehen willst, so halte die Gebote.
Matthäus 23,9 Ihr sollt auch nicht [jemanden] auf der Erde euren Vater nennen; denn einer ist euer Vater, [nämlich] der im Himmel.
In Joh 5,22b - 23 kann ich nicht ableiten, was das mit verehren und anbeten zu tun haben soll? Da wird doch nur erklärt, dass das Wort Jesu das genaue Wort Gottes ist und dieses Wort (beim letzten Gericht) durch Jesus persönlich bei jedem abgefragt wird. Wer das Wort Jesu gehalten hat, wird das ewige Leben ohne Gericht erhalten. Was Jesus ausspricht, das ist mit dem Wort Gottes identisch. Gott hat ja Jesus zu den Menschen gesandt, um das Wort Gottes zu verkünden. Deshalb ist er einer der Söhne Gottes (Jemand, der sich im Verhalten Gott ähnlich ist). Das bezeugt er in diesen Versen.
Verstehst Du, was ich und die Bibel meinen? Sonst lies es nochmal im Kontex:
Joh 5,19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn. 5,20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, damit ihr euch wundert. 5,21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. (deshalb ein Prophet) 5,22 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, 5,23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, [der] hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.
Ben: Ein weitere Punkt, der mir deutlich macht, dass Jesu Bezeichung als "Sohn" mehr war, als nur ein Prophet. Letztere galt es nicht zu ehren sondern als solche zu respektieren.
Kann es sein, dass Du das Wort "ehren" und "verehren" nicht unterscheidest? Ich ehre Jesus, aber verehren (anbeten) tut man keinen Menschen, wie Du oben erfahren hast. Übrigens, das zweite Gebot sagt das auch!
Gruss
Ahmet